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Stress und Burnout – "Prävention statt Intervention!"

Thomas Marth • 18. Juli 2024

Unternehmen und Arbeitgeber stehen vor grossen Herausforderungen, wenn es um die Bewältigung der wirtschaftlichen Schäden geht, die durch stressbedingte Krankheitstage entstehen.

In den letzten zehn Jahren haben sich die Fälle von Stress und Burnout im DACH-Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz) erheblich erhöht. Diese Entwicklung hat nicht nur tiefgreifende Auswirkungen auf die betroffenen Individuen, sondern auch auf die Gesamtwirtschaft.


Steigende Anzahl der Burnout-Fälle


Burnout ist längst keine seltene Erscheinung mehr. Laut einer Studie der Techniker Krankenkasse aus dem Jahr 2022 hat sich die Zahl der Burnout-Diagnosen in den letzten zehn Jahren mehr als verdoppelt. Eine ähnliche Entwicklung zeigt sich in Österreich und der Schweiz. Der zunehmende Druck am Arbeitsplatz, lange Arbeitszeiten und die ständige Erreichbarkeit durch digitale Medien tragen maßgeblich zu dieser Entwicklung bei.


Wirtschaftliche Gesamtschäden


Die finanziellen Auswirkungen von Stress und Burnout sind immens. Laut einer Studie des Bundesverbands der Betriebskrankenkassen (BKK) verursacht psychischer Stress in Deutschland jährlich einen wirtschaftlichen Schaden von über 20 Milliarden Euro. Diese Kosten entstehen durch Fehlzeiten, verminderte Produktivität und die Behandlungskosten. In der Schweiz und Österreich sind die Zahlen vergleichbar alarmierend. In der Schweiz werden die jährlichen Kosten für stressbedingte Ausfälle auf rund 10 Milliarden Franken geschätzt​.


Präventive Massnahmen gegen Stress und Burnout


Angesichts dieser alarmierenden Zahlen ist es wichtiger denn je, präventive Massnahmen gegen Stress und Burnout zu ergreifen. Eine besonders effektive Methode ist Breathwork. Diese Atemtechniken sind einfach anzuwenden und erfordern keine speziellen Geräte oder Vorkenntnisse.


Wirkung von Breathwork:


  • Stressreduktion: Durch bewusstes Atmen wird das parasympathische Nervensystem aktiviert, welches für Entspannung und Regeneration zuständig ist.
  • Erhöhte Konzentration: Atemübungen können helfen, den Geist zu klären und die Konzentrationsfähigkeit zu erhöhen.
  • Verbesserung der Herzfrequenzvariabilität: Dies führt zu einer besseren Stressresistenz und einem allgemein gesünderen Herz-Kreislauf-System.


Beispiele für effektive Atemtechniken


  1. 4-7-8 Methode: Atme 4 Sekunden ein, halte den Atem 7 Sekunden lang an und atme dann 8 Sekunden lang aus.
  2. Box Breathing: Atme 4 Sekunden lang ein, halte den Atem 4 Sekunden, atme 4 Sekunden aus und halte erneut 4 Sekunden den Atem an.


Diese Techniken sind leicht erlernbar und können überall angewendet werden – sei es am Arbeitsplatz, zu Hause oder unterwegs.


Fazit


Die steigende Anzahl von Stress- und Burnout-Fällen im DACH-Raum zeigt die dringende Notwendigkeit, präventive Maßnahmen zu ergreifen. Stress und Burnout verursachen erhebliche wirtschaftliche Schäden, die durch effektive Techniken wie Breathwork reduziert werden können. Breathwork bietet eine einfache, aber wirkungsvolle Möglichkeit, Stress zu bewältigen und Burnout vorzubeugen. Unternehmen sollten diese Techniken fördern, um die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu unterstützen und gleichzeitig die Produktivität zu steigern.

Leseempfehlung: Entdecken Sie die vielfältigen Möglichkeiten von Breathwork und erfahren Sie, wie diese Techniken Ihr Wohlbefinden verbessern können. Folgen Sie unserem Blog für weitere wertvolle Tipps und Informationen!


Quellen:

  1. Techniker Krankenkasse (2022). "Gesundheitsreport 2022."
  2. Bundesverband der Betriebskrankenkassen (BKK). "Psychischer Stress und Burnout."
  3. Swiss Health Promotion. "Kosten von stressbedingten Ausfällen."
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